Veröffentlicht: 31.03.2014 unter Neues aus der Hochschulgruppe, Presse

Pressemitteilung der Juso-Hochschulgruppen Sachsen-Anhalt und Leipzig zu dem von Wissenschaftsminister Möllring veröffentlichten „Hochschulstrukturkonzept für Sachsen-Anhalt“

Die Juso-Hochschulgruppen Sachsen-Anhalt und Leipzig nehmen den Hochschulstrukturplan des Ministers Hartmut Möllring mit Besorgnis zur Kenntnis. Das gesamte Konzept trägt dem Umstand Rechnung, dass die Diskussion von Seiten der Landesregierung von Anfang an unter der Prämisse des Kürzens anstatt der Weiterentwicklung unserer Hochschullandschaft geführt wurde. Herausgekommen ist eine Sammlung zusammenhangsloser Ideen, die nicht nur die Hochschulen vor Ort gefährden, sondern auch die Zukunft des Landes Sachsen-Anhalt. Es ist zu befürchten, dass die in dem Papier so oft gewünschte nationale Sichtbarkeit allenfalls einer Negativkampagne gleichen wird, wenn sich Vertreterinnen und Vertreter der in den Hochschulen engagierten Statusgruppen, nicht noch ausreichend in Debatte einbringen und für ein Umdenken in der Landesregierung kämpfen.

Benedict Hans, Landeskoordinator der Juso-Hochschulgruppen Sachsen-Anhalt, kommentiert das Geschehen wie folgt: „Das Vorgehen von Minister Möllring gleicht einer Farce. Nachdem der Termin für das Vorlegen eines Hochschulstrukturplanes mehrfach verlegt wurde und zu keiner Zeit Studierendenvertreter in diesen Prozess eingebunden wurden, verlangt dieser nun, dass man auf Grundlage des vorgelegten Papieres, in der kurzen Zeitspanne bis zum Herbst, eigens ausgearbeitete Konzepte vorlegt.“

Ganz knapp entgingen die Medien- und Kommunikationswissenschaften in Halle dem geplanten Immatrikulationsstopp, da droht das erneute Aus für den Studiengang. Das von Wissenschaftsminister Möllring erstellte Strukturkonzept sieht dessen Schließung, sowie die von Teilen der Psychologie und Informatik in Halle vor. Magdeburg soll seine größte Fakultät, die Humanwissenschaften schließen (2245 Studienplätze). Trotz dessen solle die Anzahl der Studienplätze stabil bleiben.

„Wie sich Studiengangsschließungen nicht auf die Zahl der Studienplätze auswirken sollen, ist uns leider ein Rätsel. Hier kann wohl nur von einem mathematischen Wunder gesprochen werden“, so Miriam Hack, Mitglied des Vorstandes der Juso-Hochschulgruppe Halle. „Das Mindeste was wir in der derzeitigen Debatte um die Hochschullandschaft in Sachsen-Anhalt erwarten, ist ein gewisses Maß an Ehrlichkeit auch unangenehme Fakten anzusprechen.“

Neben den drastischen Studiengangskürzungen ist von vermehrter Kooperation zwischen den Studienstandorten Halle, Leipzig und Jena die Rede. Hierzu erklärt Miriam Pflug, Mitglied der Juso-Hochschulgruppe Leipzig: „Hier werden länderübergreifende Kooperationen auf dem Reißbrett skizziert, die die Kürzungen am jeweils anderen Standort legitimieren sollen. Wir verwehren uns gegen eine solche Politik des gegeneinander Ausspielens.“

Die Juso-Hochschulgruppen Sachsen-Anhalts und Leipzig sehen sowohl Rektor Prof. Dr. Sträter (Martin-Luther-Universität Halle) als auch Rektorin Prof. Dr. Schücking (Universität Leipzig) in der Pflicht, sich zur Zukunft der einzelnen Institute und Studiengänge, insbesondere der kleinen Fächer, zu äußern. Wieso wird die Pharmazie in Leipzig weiterhin im Ungewissen gelassen? Es wird die Übernahme der Ausbildung in Halle vermeldet, ohne dass absehbar wäre, dass dortige Kapazitäten aufgestockt werden. Wie außerdem eine Lehramtsausbildung über Ländergrenzen hinweg möglich werden soll, müssen sowohl Minister, als auch Rektorate erläutern.

Wenn in der Vergangenheit überhaupt zwischenuniversitäre Kooperation stattgefunden hat, dann vor allen Dingen wegen den Studierenden, wie auch jetzt wieder am Beispiel des geplanten MDV-Vollticket zu sehen ist. Ob die Rektorate die luftleere Forderung der vermehrten Zusammenarbeit mit Leben füllen können, ist zu bezweifeln.

Wer die Forderung nach mehr Kooperation zwischen Jena, Halle und Leipzig unterbreitet muss sich in Konsequenz einer mitteldeutschen Abstimmung stellen. Eine überregionale Planung muss aus dem Verbund heraus für alle drei Standorte geschehen, wobei die Studierenden unbedingt an dieser zu beteiligen sind!

Veröffentlicht: 17.12.2013 unter Allgemein, Kreisverband, Neues aus der Hochschulgruppe

Hochschulgruppe Harz initiierte Diskussionsrunde zur Hochschulfinanzierung

Die frisch gegründete Juso Hochschulgruppe Harz lud kürzlich zu einer Diskussionsrunde mit Politiker*innen jeder im Landtag vertretenden Fraktion und interessierten Studierenden sowie Gästen zum Thema Hochschulfinanzierung ein. Der volle Hörsaal am Standort Halberstadt zeigte, dass nicht nur an den Standorten Halle und Magdeburg das Interesse an der Spardebatte groß ist- auch die Studierenden der Hochschule Harz machen sich Sorgen um ihre Zukunft und wollten aufgeklärt werden. Nachdem der Sprecher der Juso Hochschulgruppe Karsten Barner alle Anwesenden begrüßte, gab Rektor Armin Willingmann einen Überblick über die aktuelle politische Situation.. Diese informative Präsentation diente als Grundlage für die Diskussion. Zudem fand der Rektor klare Worte um seine Forderungen deutlich zu machen. Es sei an der Zeit, dass die Verantwortlichen für diese abstrusen Pläne Einsehen zeigen und zugeben, dass es ein politischer Irrtum war, so Willingmann.

Nach diesen einleitenden Worten führte Herr Prof. Dr. Rainer O. Neugebauer durch die Debatte. Mit Charme und Sachkenntnis interviewte er zuerst die Politiker*innen. Alle vier Vertreter*innen der Parteien waren sich in einer Sache einig. So wie das Konzept vom Ministerium auf den Tisch gelegt wurde ist es nicht tragbar. Auf die Frage, was ihre Ideen für die Strukturdebatte sind, antwortete Hendrik Lange von der Fraktion DIE LINKE, dass er sich mehr Kooperation von Fachhochschulen und Universitäten wünsche. Katja Pähle von der SPD stimmte dem zu und fügte hinzu, dass ganz genau überlegt werden solle, worüber sich die Hochschulen im Land definieren wollen. Das Ranking, die Exzellenzinitiative und die Forschungsergebnisse könnten nicht alles sein. „Das die Studienbedingen in Sachsen-Anhalt auf einem sehr hohen Niveau seien“, müsse in den Fokus gerückt werden. Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen führte an, dass es faktisch unmöglich sei, die Diskussion über die Gestaltung der Hochschulpolitik zu führen, wenn man unter einem Spardeckel stehe.Angela Gorr von der CDU ging schließlich noch einmal auf die Hochschulen als Standortfaktor und ihre Bedeutung für die Region ein. Als der Moderator nach Fragen aus dem Publikum bat, schossen viele Finger in die Höhe. „ Was passiert eigentlich mit der Hochschule Harz?“ Als die Politiker*innen deutlich machten, dass die Hochschule und vor allem der Fachbereich Verwaltungswissenschaften kaum von den Sparplänen betroffen seien, war die Erleichterung im Hörsaal zu spüren. Katja Pähle machte aber noch einmal deutlich, dass es sehr wichtig sei, dass alle Studierenden im Land zusammen halten und Solidarität mit den anderen Hochschulen zeigen sollen. Eine Studentin brachte mit ihrer Frage, ob es denn eine Vision geben würde für die „Hochschule 2030“ den Saal zum Aufhorchen. Das Podium einigte sich darauf, dass das eine sehr gute Frage sei und diese Vision in der Landespolitik thematisiert werden muss. Insgesamt kann gesagt werden, dass wenig Uneinigkeiten zwischen den Politiker*innen deutlich wurden. Schließlich bedankte sich der Moderator für die Aufmerksam und merkte mit Schmunzeln an, das sei die Zeit von drei Vorlesungen gewesen.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass die Wertschätzung der Bildung wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden soll und Gedanken und Visionen leider in der Tagespolitik zu kurz kommen- aber wichtiger denn je sind.

Veröffentlicht: 13.11.2013 unter Allgemein, Neues aus der Hochschulgruppe

Podiumsdiskussion zur zukünftigen Hochschulfinanzierung in Sachsen- Anhalt

Geplante Kürzungen im Hochschulbereich halten die Bildungslandschaft in Sachsen Anhalt seit Wochen in Atem. Aber wo könnten diese Einsparungen im Hochschulbereich gemacht werden? Wie stark würde es die Harzer Hochschulstandorte treffen? Und welche Auswirkungen hätte dies auf Studierende und Dozenten? Die Juso-Hochschulgruppe Harz lädt am Mittwoch, den 20. November 2013 zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Kürzungen im Hochschulbereich“ ein. Laut Juso-Hochschulgruppen-Sprecher Karsten Barner können folgende Diskussionsteilnehmer/innen begrüßt werden: die Landtagsabgeordnete Angela Gorr (CDU), Hendrik Lange (Die Linke), Dr. Katja Pähle (SPD) und Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/ Die Grünen). Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Rainer O. Neugebauer, Gründungsdekan des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften an der Hochschule Harz in Halberstadt. Die Podiumsdiskussion beginnt um 18:00 Uhr in der Hochschule Harz, Domplatz 16, 38820 Halberstadt, Vorlesungssaal N110. Der Eintritt ist frei.

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